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Der Verein

Die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Marburg e.V. kümmert sich seit nunmehr 28 Jahren um die Belange krebskranker Kinder und deren Familien. Diese Hilfe wurde auf vielfältige Weise geleistet.

So stand von Anfang an der persönliche Kontakt der Mitarbeiter der Elterninitiative zu den betroffenen Patientenfamilien im Mittelpunkt der Unterstützung. Edith Martin, selbst betroffene Mutter eines an einem Tumor verstorbenen Kindes und Gründungsmitglied der Elterninitiative, hat über viele Jahre den betroffenen Familien mit Rat und stets offenem Ohr zur Seite stehen können.
Im Laufe der Jahre weitete sich die Unterstützung durch die Elterninitiative zunehmend auch auf finanzielle Hilfen für die betroffenen Familien aus. Allein die Belastung durch zusätzliche Fahrtkosten hat viele der Familien in wirtschaftliche Bedrängnis gebracht. Oft konnte den Familien so zumindest die finanzielle Not gelindert werden, in einer Zeit, in der durch die Krebserkrankung eines Kindes schon die seelischen Belastungen in den Familien als nahezu unerträglich empfunden werden.
Auch im Kliniksbereich trug die Elterninitiative durch die Einrichtung von Spielzimmern und der Elternküche, sowie durch die maßgebliche Beteiligung an der Finanzierung der Elternappartements auf den Lahnbergen zu einem erträglicheren Umfeld für die Patienten und ihren Familien bei.

Über viele Jahre wurden Stellen in der Pflege, im ärztlichen Dienst und in der Stationsassistenz finanziert. Dazu kam noch die Einrichtung von Erzieherinnenstellen und immer wieder auch die Finanzierung von Psychologinnenstellen.
In den Jahren seit der Privatisierung des Klinikums häuften sich die Stimmen im Verein, die sich kritisch zu der Stellenfinanzierung in einem gewinnorientierten Unternehmen äußerten. So beschloss die Elterninitiative zum Ende 2012 alle Stellen im Klinikum auslaufen zu lassen und sich verstärkt auf die direkte Unterstützung der Patientenfamilien zu konzentrieren.
Diese Neuorientierung wurde schon 2009 durch die Anstellung von Marion Gründel, einer Diplompädagogin, die zuvor über viele Jahre als Fachkinderkrankenschwester in der Onkologie gearbeitet hat, eingeleitet.
Seit dem 01.01.2013 bildet Marion Gründel gemeinsam mit Karl Kreh, Fachkinderkrankenpfleger und langjähriger Stationspfleger der Marburger Kinderkrebsstation, das neue Team der Elterninitiative zur Unterstützung und Begleitung der Patientenfamilien.
Beide Mitarbeiter unterstützen und begleiten die Patientenfamilien auf der Station, zu Hause und im Stützpunkt. Durch die Vernetzung mit der Häuslichen Kinderkrankenpflege Marburg e.V. kann bei pflegerischen Problemen umgehend qualifiziertes Pflegepersonal hinzugezogen werden.

Aufgrund eines andauernden Fachärztemangels in der Marburger Kinderonkologie wurde nach vielen Monaten der Ungewissheit entschieden, alle Kinder mit Chemotherapie im Uniklinikum Giessen zu behandeln und in Marburg nur noch die ambulante Nachsorge und die Strahlentherapie fortzuführen.
Für die vielen Patientenfamilien aus unserer Region bedeutet dies eine nicht unerhebliche zusätzliche Belastung, besonders für die Familien, die aus den Bereichen Wittgenstein, Sauerland, Waldeck-Frankenberg oder Schwalm-Eder kommen.
Auch der Wechsel von einer sehr familiär geprägten Onkologie in Marburg zu einem jetzt deutlich größeren onkologischen Zentrum in Giessen ist vielen Familien nicht leicht gefallen. Umso mehr bedarf es der Unterstützung und Begleitung durch professionelle und erfahrene Kräfte.

Um den neuen Aufgaben eine Struktur und den Patientenfamilien aus unserer Region und den Mitarbeitern eine Heimat zu geben eröffnet die Elterninitiative einen Stützpunkt im Zentrum Marburgs, der von jetzt an „Steinweg 32“ – entsprechend seiner Lage – genannt wird.
Hier finden die betroffenen Familien eine Anlaufstelle für die psychosoziale Unterstützung und Betreuung während der Behandlung des erkrankten Kindes aber auch weit darüber hinaus. Der „Steinweg 32“ soll vielfältige Informationsmöglichkeiten rund um die Krebserkrankung eines Kindes bieten; er soll außerdem Raum geben für innige Gespräche und Entspannung außerhalb des Klinikalltags und des häuslichen Umfeldes.

Schon jetzt wird das neue Angebot der Elterninitiative weit über alle Erwartungen hinaus in Anspruch genommen.
Der Bedarf an Unterstützung ist groß!

Kontakt: „Steinweg 32“ Tel.: 06421 8405244

 

Der Vorstand